Der neue Stadt- und Kreisschülerrat organisiert den Päckchenkonvoi

Es gibt einen neuen Stadt- und Kreisschülerrat: Am 25. September wurde Michelle Krause von der Ferdinand-Braun-Schule zur Stadtschulsprecherin und Gisle Jänschke von der Rudolf-Steiner-Schule Loheland zum Kreisschulsprecher gewählt. Die beiden übernehmen dieses Schuljahr Aufgaben, die viel Verantwortung, Organisationstalent und den Verzicht auf Schlaf fordern. Ein Projekt, das jetzt vor der Tür steht, ist die Weihnachtspäckchenaktion.

Ein Text von Julia Hess

Michelle Krause kümmert sich als Stadtschulsprecherin um insgesamt 11, Gisle Jänschke als Kreisschulsprecher um 17 Schulen. Dabei kommunizieren die beiden Schüler mit den Schulversammlungen (SV) der Region, besprechen Probleme, diskutieren Ideen und fahren regelmäßig zu Treffen der Landesschülervertretungen nach Gießen oder Wiesbaden. Dort arbeiten sie mit Vertretern des Landtags zusammen und bekommen Einblicke in die Bildungspolitik – und natürlich auch viel Mitspracherecht. Achja, und in die Schule gehen sie auch jeden Tag und müssen ihre Hausaufgaben erledigen und Arbeiten schreiben. Ganz schön viel zu tun. „Trotz Schule und regulärem Nebenjob würde ich sagen, dass die SV mein Hauptberuf ist“, sagt Michelle. Schmunzelnd gesteht Gisle, dass ausreichend Schlaf und Frühstück dabei manchmal auf der Strecke bleiben.

Aber Kreisschulsprecher sei eben ein Job, auf den man Lust haben müsse. Außerdem setzen sich die beiden nicht nur mit Problemen anderer Schüler auseinander, sondern organisieren gemeinsam mit dem Stadt- und Kreisschülerrat auch tolle Aktionen wie beispielsweise den Weihnachtspäckchenkonvoi. Zum 17. Mal veranstalten die Organisationen „Round Table“ und „Ladies‘ Circle“ gemeinsam mit dem SSR/KSR den Weihnachtspäckchenkonvoi, der dieses Jahr am 2. Dezember startet. Über zwei Kilometer lang, mit über 80 Leuten besetzt, ist der Fahrzeugkonvoi, der Weihnachtspäckchen über Österreich und Ungarn nach Rumänien, in die Ukraine und nach Moldawien bringt. Der SSR/KSR unterstützt die ehrenamtliche Aktion schon seit mehreren Jahren. „Es geht darum, zu helfen und zu teilen, denn jeder von uns weiß, wie schön es ist, an Weihnachten Geschenke zu bekommen“, so Gisle. „Das Problem ist nur, dass die meisten Schüler arschfaul sind.“ Deswegen überlegen die Vertreter der einzelnen Schulen, wie sie ihre Mitschüler motivieren könnten. Am besten ginge das über einen Wettbewerb, erklärt Michelle, denn der sporne an, besonders wenn ein attraktiver Preis in Aussicht ist. So hatte im vergangenen Jahr die Winfriedschule eine Kooperation mit der Sommerrodelbahn auf der Wasserkuppe; die Klasse mit den meisten Päckchen hat Gutscheine für eine Fahrt mit dem „Rhönbob“ bekommen. Dadurch wurden an der Schule insgesamt 400 Päckchen gesammelt.

So kannst du mitmachen:

Schnapp dir einen Schuhkarton, packe Spielzeug, Kleidung, Hygieneartikel, Stifte, Malsachen und/oder haltbare Süßigkeiten ein und verpacke das Weihnachtspaket in schönes Geschenkpapier. Kennzeichne es mit einem Sticker, der das ungefähre Alter des Empfängers anzeigt. Das fertige Weihnachtspäckchen kann entweder mit in die Schule oder zur nächsten Sammelstelle gebracht werden.

Alle Infos sowie die Sticker bekommst du entweder bei deiner SV oder auch
unter weihnachtspaeckchenkonvoi.de.

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Wie die Gremien für Schüler in Hessen strukturiert sind, wo du dich einbringen kannst und wer deine Vertreter im SSR/KSR sind, liest du hier:

Wer kommt in den Stadt- und Kreisschülerrat?

QuelleFoto: SSR/KSR
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Buchstabendompteurin im Dienste der move36-Redaktion mit einem besonderen Blick auf gesellschaftliche Brennpunkte der Region.