2.443 – So viele Ausbildungsstellen waren diesen Sommer bei der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda gemeldet. Demgegenüber suchten nur 1.484 Jugendliche über die Arbeitsagentur in Fulda einen Ausbildungsplatz – 48 weniger als im Vorjahr. Ohne die Bewerbungen von Geflüchteten wäre die Nachfrage nach Jobs noch weiter zurückgegangen, erklärt Ottokar Schwerd, Teamleiter der Berufsberatung.

Fuldas Landrat Bernd Woide ergänzt: „Mit Blick auf die Nachwuchsgewinnung sowie die Integration von jungen Geflüchteten reicht es nicht mehr aus, nur mit den Ideen und Vorstellungen von gestern zu agieren. Wir müssen klare Ziele setzen.“

243 Stellen sind frei

Die Bewerber freut’s. Rein rechnerisch kommen auf jeden der 21 unversorgten Jugendlichen 11,5 unbesetzte Ausbildungsstellen. Bisher sind noch 243 Stellen frei. Chancen hast du unter anderem als angehender Koch, Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Restaurantfachkraft. Mehr Infos kriegst du bei der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda unter der 0800 4 5555 00. Aufgrund der niedrigen Bewerberzahlen wird der Wettbewerb der Firmen um die Schulabgänger laut Stefan Schunck, dem Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, immer stärker. In Ausgabe 64 von move36 zeigen wir, wie die Unternehmen um die besten Bewerber kämpfen.

Der Trend zum Studium ist ungebrochen

„Die Wirtschaft in der Region boomt, die Unternehmen versuchen, sich ihre zukünftigen Fachkräfte zu sichern und setzen seit Jahren verstärkt auf Ausbildung. Auf der anderen Seite sind die Schülerzahlen rückläufig und der Trend zum Besuch weiterführender Schulen und zum Studium ist weiterhin hoch“, fasst Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt zusammen.