Oha, wer ist denn da heute im beschaulichen Fulda gelandet. Peter Scholz, Chef der Fuldaer Spotlight Musicals GmbH, hat heute zu einer Pressekonferenz geladen und einen Überraschungsgast angekündigt. Und da haben sie nicht zu viel versprochen: Weltstar Chris de Burgh war da, denn er schreibt gemeinsam mit Spotlight-Komponist Dennis Martin die Musical-Welturaufführung von „Robin Hood“ für 2020 in Fulda.

Ein Text von Bernd Loskant

Die Fuldaer Musicalschmiede spotlight hat einen Superstar ins Boot geholt. Kein geringerer als Chris de Burgh wird zusammen mit spotlight-Komponist Dennis Martin die Musik für das Musical „Robin Hood“ schreiben. Welturaufgeführt werden soll das Helden-Epos über den geächteten Freiheitskämpfer im Jahr 2020 im Fuldaer Schlosstheater.

Bei einer Pressekonferenz in Fulda berichteten Chris de Burgh und die Musicalmacher Peter Scholz und Dennis Martin, wie der Kontakt zustande kam. Demnach hatte Chris de Burgh vor fünf Monaten ein Konzert in der Esperantohalle gespielt und am Tag darauf das „Medicus“-Musical im Schlosstheater besucht. Er sei derart begeistert gewesen, dass er spontan Scholz und Martin in sein Haus in Irland eingeladen habe. Dort sei dann in vier Tagen die Idee zu dem Robin-Hood-Musical entstanden, erklärte er.

Fulda in die Welt tragen

Jetzt wird der Superstar öfter in Fulda sein – und zusammen mit Dennis Martin die Songs für das Musical komponieren. In Fulda fühle er sich zu Hause, sagte de Burgh bei der Pressekonferenz. Er freue sich, den Namen der Stadt mit dem Musical in die Welt hinauszutragen. Mehr als 300 Songs hat Chris de Burgh in seiner Karriere geschrieben, 26 Alben herausgebracht, 50 Millionen Platten verkauft und zahlreiche Hits gelandet. Gerade führte ihn eine Tour zu 66 Konzerten in 11 Länder.

Dennis Martin sagte über de Burgh: „Er wird großartige Musical-Songs schreiben und verfügt über eine unglaublich große musikalische Bandbreite.“ Scholz kündigte an, dass man keinen Robin Hood erleben werde, wie man ihn aus Filmen kenne: „Wir wollen keinen Helden in Strumpfhosen zeigen, sondern eine Figur, die eine politische und moralische Haltung hat. Wir wollen moderne Figuren zeigen, die etwas mit unserer heutigen Zeit zu tun haben.»

Auf die Frage, ob Fulda durch den Weltstar nicht so viel Aufmerksamkeit bekomme, dass man über den Bau eines Musicaltheaters nachdenken müsse, sagte Peter Scholz: „Wir fühlen uns im Schlosstheater sehr wohl.“ Auch vergleichbare Theater am Broadway hätten keine größeren Kapazitäten, und es mache keinen Sinn, für viele Millionen einen Bau zu errichten, der dann möglicherweise überdimensioniert sei.

Bevor Chris de Burgh die Bühne im spotlight-Headquarter in der Rhönstraße betrat, gab es weitere Neuigkeiten: Zum 1275-jährigen Stadtjubiläum Fuldas im Jahr 2019 soll das Musical „Bonifatius“, ein echter spotlight-Klassiker, auf dem Domplatz wieder aufgeführt werden, mit großem Live-Orchester und Chor. Es soll mindestens vier Termine geben, verriet Scholz.

Auf der Pressekonferenz wurden auch die Stars des Musicalsommers 2018, Sabrina Weckerlin und Mark Seibert, vorgestellt. Im kommenden Jahr werden drei bereits mit großem Erfolg präsentierte Musicals erneut gespielt: „Der Medicus“, „Die Schatzinsel“ und „Die Päpstin“. Weckerlin wird dabei wieder die Klosterschülerin spielen. Ihr zur Seite steht Seibert in der Rolle des Gerold. Seibert spielte schon zahlreiche Rollen in nationalen und internationalen Musical-Produktionen. Er sei der Wunschpartner von Weckerlin gewesen, erklärte Peter Scholz. Als spotlight ihn daraufhin kontaktierte, gab er gerade ein Konzert in Shanghai. „Die Päpstin“, so kündigte Scholz an, werde nach zwei Jahren Spielpause optisch aufgewertet mit neuem Bühnenbild, Licht und Kostümen gezeigt

QuelleFoto: Bernd Loskant
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