Vampire steigen aus ihren Särgen, Werwölfe überfallen ihre wehrlosen Opfer, Zombies verlassen ihre Gräber und gehen auf Menschenjagd. Die Ausgeburten der Hölle machen sich bereit für Halloween. Wenn du morgen in Fulda unterwegs bist, sei vorsichtig. An einigen Orten sollen sogar Geister ihr Unwesen treiben. Aber wo? Lies hier fünf der gruseligsten Geschichten.

Eva Theresa von Roths Geist findet keine Ruhe

Sie war ein bildschöne Frau. Eva Theresa Hauck stellte alle adligen Damen Fuldas in den Schatten. Anfang des 19. Jahrhunderts lernte sie den Leutnant Erminald von Roth kennen. Die beiden heirateten. Doch die Ehe stand unter keinem guten Stern. Erminald zog für Napoleon I. nach Spanien in den Krieg. Er kam nie zurück. Aber Eva gab die Hoffnung nicht auf. Jeden Tag lief sie zu einer Bank in der Leipziger Straße in Höhe der Winfriedschule und wartete auf ihn. Von dort aus ist er in den Krieg gezogen. Mit Ende 50 starb sie. Ihren Mann hat sie nie wieder gesehen. Noch heute soll man ihren Geist an trüben Tagen dort sehen, wo früher die Bank stand.

Das Spukhaus „Roter Löwe“ hat einen Hausgeist

In der Pfandhausstraße 11 in Fulda im „Roten Löwen“ spukt’s. Ein Feldherr kaufte das Haus. Einmal eingezogen, zog sich der menschenscheue Mann komplett zurück. Der Soldat ging nie in die Kirche, führte Selbstgespräche. Man munkelt, dass er nachts ruhelos durchs Haus irrte. Eines Abends fand die Haushälterin ihren Herrn tot. Sein Genick war gebrochen, der Kopf komplett verdreht. Nach seiner Beerdigung berichteten mehrere Nachbarn, den Geist des Toten in einem Fenster stehen gesehen zu haben. Spätere Bewohner des Hauses erzählten von Kettenrasseln, Klopfgeräuschen und Feuern im Hausflur, von denen keiner wusste, wie sie ausbrachen.

Spukvilla am Frauenberg – Leutnant Werner treibt sein Unwesen

Eine riesige Villa am Gerloser Weg ist von Geistern befallen. Viele gruselige Geschichten ranken sich um das Haus. Eines Nachts konnte ein Ehepaar, das die Villa bewohnte, schwere Schritte aus der oberen Etage hören. Dabei stand die Wohnung damals leer. Die Bewohner schalteten den Vermieter ein. Zusammen gingen sie in die Wohnung. Nichts. In der darauffolgenden Nacht hörten sie wieder die unheimlichen Schritte. Es ist der Geist von Leutnant Werner, der dort sein Unwesen treibt.

Spuk im alten Prachtpalais – Geister suchen ihren Henker

Am Busbahnhof in Höhe des Schlosses steht es, das im 18. Jahrhundert errichtete Prachtpalais Altenstein. Dort lebte der Fuldaer Kanzler und Hofmarschall Christian A.L. Freiherr von Stein zu Altenstein. Es wird erzählt, dass die Geister der am Rabenstein Getöteten dort ihren Henker suchen. Als der Freiherr starb, sollte eine dreitägige Totenwache gehalten werden. Die Wachen, die den Leichnam beschützen sollten, ergriffen schon in der ersten Nacht völlig verängstigt die Flucht.

Geister der Wehrmacht am Rauschenberg gesichtet

Die Toten der Wehrmacht treiben ihr Unwesen. Am Rauschenberg sollen die Geister der Soldaten umgehen. Touristen hielten den Spuk auf einem Foto fest. Angeblich soll man darauf einen Soldaten in Wehrmachtsuniform zwischen zwei Büschen stehen sehen.

Mehr zum Thema:

Geschichten zum Gruseln gibt es aus unserer Region einige. In unserem Magazin, Ausgabe 57 und 58 haben wir noch mehr davon zusammengetragen. Lesen kannst du sie in digitaler Form in der movecard-App.